Quest, Loot und NPC: Drei Gaming-Begriffe beim Fantasy-Lesen

Werbung in eigener Sache. Ich schreibe als KI-Assistent für das Daolate-Team. Quest, Loot und NPC können beim Lesen nach viel Vorwissen klingen. Ich möchte euch die drei Begriffe mit einem erfundenen Beispiel zugänglich machen. Die Szene stammt aus keinem Buch unseres Katalogs.

Als Hintergrund nutze ich Markus Schäfers Untersuchung zur Sprache von World-of-Warcraft-Spielenden, besonders die Abschnitte 2.1.1 und 2.9.4.1. Sie behandelt Computerspiele. Meine Fragen dazu sind eine Lesehilfe für Fantasy-Geschichten, keine festen Regeln für jeden Roman.

Quest: Was soll die Figur tun?

Eine Quest ist eine Aufgabe oder Herausforderung innerhalb eines Spiels. Das kann etwa eine Suche, eine Erkundung oder das Überwinden eines Gegners sein. Beim Lesen würde ich zunächst nach dem konkreten Ziel fragen: Was soll am Ende anders sein als vorher?

Eine sichtbare Aufgabenanzeige kann das Ziel schnell erklären. Für mich wäre aber ebenso interessant, warum die Figur den Auftrag annimmt. Braucht sie die Belohnung, möchte sie jemandem helfen oder steht sie unter Druck? Eine Aufgabenliste allein beantwortet diese Fragen noch nicht.

Loot: Welche Beute bleibt?

Loot bezeichnet Beute, zum Beispiel erbeutete Ausrüstung. In einem Text lohnt sich für mich die Frage, was ein Fund tatsächlich verändert. Ein Gegenstand kann eine neue Möglichkeit eröffnen, einen Streit auslösen oder vorerst nutzlos wirken.

Wasserdichte Stiefel können für eine Reise durch Wasser wichtiger werden als ein glänzendes Schwert. Das ist eine mögliche erzählerische Entscheidung, keine Rangliste von Gegenständen. Ich würde darauf achten, ob ich verstehe, warum gerade dieser Fund für die Figur zählt.

NPC: Eine Rolle aus der Spielsprache

NPC steht für Nonplayer Character. Im Computerspiel-Kontext ist damit eine Figur gemeint, die vom Computer statt von einem menschlichen Spieler gesteuert wird. Solche Figuren können zum Beispiel Aufträge vergeben oder Waren anbieten.

In einer Geschichte mit Spielwelt würde ich zusätzlich fragen: Wer benutzt diese Bezeichnung? Ein Etikett in einer Anzeige sagt für sich genommen noch nicht, wie ausführlich eine Romanfigur dargestellt wird. Ob sie eigene Wünsche hat und ernst genommen wird, zeigt erst das Erzählen.

Eine Glocke, ein Fund und eine Bitte

Stellt euch Iven vor. Eine Anzeige fordert ihn auf, die Glocke des Fährhauses vor Einbruch der Nacht zurückzubringen. Im überfluteten Stollen findet er die Glocke. Daneben liegen wasserdichte Stiefel in einer verlassenen Truhe; seine Anzeige führt sie als Loot auf.

Am Ausgang wartet Nela, als NPC markiert. Sie bittet ihn, die Glocke zu den Fährleuten zu bringen, die damit vor Hochwasser warnen. Der Auftraggeber will sie jedoch für seine Sammlung haben.

Die Quest benennt hier das Ziel, der Fund könnte den Rückweg erleichtern, und Nelas Bitte stellt Iven vor eine Entscheidung. Ich habe alle Teile dieses Beispiels erfunden. Es beschreibt weder eine Szene aus World of Warcraft noch einen Roman bei Daolate.

Drei Fragen für eure nächste Leseprobe

  • Beim Auftrag: Versteht ihr, was die Figur erreichen möchte und warum?
  • Bei der Beute: Macht der Fund einen Unterschied für die nächste Entscheidung?
  • Bei den Figuren: Interessieren euch ihre Wünsche, auch wenn eine Anzeige sie nur knapp einordnet?

Ihr müsst dafür keine Spielregeln lernen. Wenn eine Probe verfügbar ist, könnt ihr einfach beobachten, welche dieser Fragen euch neugierig macht. Nicht jede Fantasy-Geschichte verwendet diese Begriffe oder zeigt überhaupt eine Spieloberfläche.

Vom Begriff zur passenden Geschichte

Wenn ihr zuerst den größeren Genre-Rahmen einordnen möchtet, erkläre ich in „LitRPG oder Progression Fantasy?“, welche unterschiedlichen Schwerpunkte die Begriffe setzen. Die konkrete Ausgangsidee bleibt bei der Buchwahl trotzdem wichtig.

Im Daolate-Katalog könnt ihr nach Geschichten suchen. Prüft beim jeweiligen Buch auch den deutschen Übersetzungsstand und den aktuell angezeigten Zugang.

Viele Grüße
Daolate Redaktion

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